PoBe2010

 
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Vorschläge Inhalte
22. Juni 2009 von Ulli

Vom 26. bis 29. August 2010 finden in Bielefeld die nächsten “Positiven Begegnungen” (PoBe) statt.
Die Vorbereitungsgruppe möchte möglichst vielen Menschen mit HIV und Aids sowie An- und Zugehörigen die Möglichkeit bieten, sich aktiv in die Vorbereitungen einzubringen.

Wir (die Vorbereitungsgruppe) wollen uns darum bemühen, bei möglichst vielen der Bundesweiten Positiventreffen im Waldschlößchen präsent zu sein, um euch über den Stand der Vorbereitungen zu informieren und gemeinsam zu diskutieren.

Darüber hinaus wollen wir auch hier im Internet die Möglichkeit bieten, sich an der Gestaltung der Inhalte zu beteiligen. Du hast Themen, die dir wichtig sind? Ideen, Anregungen zur inhaltlichen Gestaltung? Wir freuen uns!

Bitte mache deine Vorschläge hier auf dieser Seite in den Kommentaren zu diesem Text – oder maile uns: email: team [at] pobe2010 [punkt] org .

Die Vorbereitungsgruppe wird alle eingehenden Themen-Vorschläge sichten und erörtern. Bei der Planung der Inhalte der PoBe 2010 werden wir dann auswählen , gewichten und entscheiden. Sicher wird dabei nicht jeder Vorschlag direkt eins zu eins in die Themenplanung Eingang finden können – wir werden uns aber mit jedem Vorschlag befassen und überlegen, ob und wie wir ihn ggf. in die PoBe 2010 einbeziehen können. Insbesondere werden in die Planung der Inhalte der PoBe 2010 natürlich auch die Aufgaben einfließen, die von der PoBe 2009 in Stuttgart formuliert wurden.

Und nun freuen wir uns auf spannende Vorschläge von euch :-)

Die Vorbereitungsgruppe der Positiven Begegnungen 2010

[ Dieser Aufruf zur Beteiligung an der Themen-Suche wurde auch verbreitet über: Mittwochs-Rundbrief an alle DAH-Mitglieder, an alle Aids Hilfen Österreichs und Ärzte der Schwerpunktkliniken in Österreich, Gespräche und Workshops auf Bundesweiten Positiventreffen, Twitter, Facebook, Internetseite 'Positiver Dialog', Internetseite 'LHIVE', Artikel 'Projekt Information', ondamaris, Gayromeo-Clubs 'HIV positiv' und 'Positiventreffen', HIV-Internet-Diskussionsforen 'ForumHIV.de', 'Lhiving', 'Forum positiv' ]

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· gelesen: 18547 · heute: 55 · zuletzt: 30. Juli 2010
51 Responses  
mike schreibt:
6. Juli 2009 um 21:01

Themenvorschläge/Ideen:

Wie bekommt man die pre-1996-Sicht von HIV/AIDS aus den Köpfen der Normalbevölkerung. Wäre das ein Hebel für die Reduktion der Diskriminierung?

Wie kämpft man gegen Diskriminierung ohne sich zu Outen (geht das überhaupt und ist das nicht schon ein Wiederspruch in sich)?

Erfahrungsaustausch: Berufstätig/Karriere und HIV/AIDS

    Ulli schreibt:
    6. Juli 2009 um 21:10

    @ Mike:
    danke für deine vorschläge!

      in-valid schreibt:
      7. Juli 2009 um 16:46

      Der Vorschlag von Mike, Erfahrungsaustausch: Berufstätig/Karriere und HIV/AIDS, beschäftigt viele “frische” Positive und soll auf jeden Fall aufgegriffen werden, ggf. mit der näheren Analyse der Handhabung der Schwerbehindertenangelegenheiten (Stichwort: bundesUNeinheitliche, teilweise sogar je nach Stadt absolut willkürliche Anerkennung der HIV als Grund für die Ausstellung eines Schwerbehindertausweises, der für viele hauptsächlich wegen des verbesserten Kündigungschutzes beantragt wird)

alivenkickn schreibt:
7. Juli 2009 um 18:54

Na dann will ich auch mal . . . .

@ mike
Wie kämpft man gegen Diskriminierung ohne sich zu Outen (geht das überhaupt und ist das nicht schon ein Wiederspruch in sich)?

da gibts ne menge faktoren – was erwartest du – was wünscht du dir – und wie willst du du leute berühren damit das was du dir wünscht sie bewegt
kommt auf die art und weise an wie du das thema angehst. du kannst über die folgen von diskrimierung sprechen. beispiele gibt es aus der jüngsten geschichte genug. ob über das buch von randy shilts – im namen der hoffnung (harvey milk), ob über martun luther king und insbesondere die folgen der rassentrennung und rosa parks, stonewall und die gegenwart, beispiele aus dem freundeskreis die sich geoutet haben und nachteile erfahren haben
über den philosophisch psychologischen aspekt von ausgrenzung, etc . . . .

oder du bringst deine ängste, deine erfahrungen ein. das gilt es abzuwägen abwägen.

generell

1. Das Neue BILD von AIDS

Wie bekommt man das “Bild vom Alten AIDS” aus den Köpfen. Wenn das weg soll muß man ein neues Bild haben das der Reaität entspricht lebensnah ist. Wie ist “Das neue Bild von AIDS” das gilt es in all seinen seinen Facetten zu finden, entwickeln. Und Wie kann man das visuell umsetzen das es die Leute berührt . . . . .DAS ist auf alle Fälle ein Thema. Auch oder geade unter dem Aspekt das man nur mit Leid, Schmerz und Not spenden aquirieren kann – also mit Afrika.
Hier in Deutschland haben wir diese sichtbare mit AIDS verbundenen Not nicht mehr. Das “Falsche Bild von AIDS HEUTE” ist das es allen gut geht. HIV? . . .da gbts doch so tolle Medis……Keiner stribt mehr daran und wenn dann nur im verborgen bzw nur die Insider – die Community = geschlossene Gesellschaft wissen darum. Ergo – die Spenden gehen zurück. Not ist aber immer noch vorhanden.

2. Seit inkrafttreten des SGBXII sind alle bis dahin gewährten einmale Beihilfen gestrichen bzw heute im Regelfall enthalten. D.H. HIV die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können Grundsicherung, Sozialhilfe, ergänzende Sozialhilfe Grundsicherung erhalten weil deren Rente unter dem Regelsatz liegt haben heute noch weniger Geld zur Verfügung. Lebensqualität – Ein Wort mit 14 Buchsaben für viele die es betrifft. Was kann man tun? Nerv deinen nächsten Bundestagsabgeordneten. Hier würde eine Resolution Sinn unterschrieben von den Besuchern der POBE und Bürgen in Bielefeld. So n schöner Stand auf m Markt an einem warmen Augusttag mit kühlen getränken und heißen Gesprächen . . . . . könnt ich mir gut vorstellen. Damit die Leute – Bürger wissen worüber wir reden – Warenkorb mit dem Ged das einem HARTZ IV Bezieher zur Verfügung steht – Medis die er nehmen muß – erhöhter Mineral – Vitaminbedarf – Spurenelemente von HIV . Hygienebedarf . . . . . .
Und das alles schön visuell einfach präsentiert – nachgemachte Lebensmittel – Medis – vitamine etc . . aufgebaut . . .

das wars erst mal mein 5 minuten brain stroming

zum thema “Leben im Alter – In Würde alt werden” das wird wie ne Lawine auf uns zukommen – werd ich auch noch was sagen . . . nach dem 11. Juli . . .:)

    Ulli schreibt:
    8. Juli 2009 um 11:53

    @ alivenkickin:
    danke!
    und – viel erfolg für den 11.7.!
    bin gespannt, welche themen du dann noch beisteuern wirst!

la grappa schreibt:
12. Juli 2009 um 21:29

@ alivenkickin:

du schreibst, das falsche,alte bild von hiv sei dass es allen gut geht.
das mag, vielleicht, in der schwulencommunity der fall sein.

der durchschnittsmitbürger weiss kaum mehr als vor 20 jahren,
da sind auf jeden fall noch die alten schreckensbilder in den köpfen.

soviel zu facettenreichtum.
gegen welches dieser bilder wollen wir nun arbeiten?

    alivenkickn schreibt:
    13. Juli 2009 um 22:05

    und nicht nur der durchschnittsbürger. auch z.b pflegepersonal. am samstag den 11. fand eine veranstaltung in frankfurt statt. “Leben im alter – In Würde alt werden”. Zwei der referenten die in der Aus-, Weiterbildung und
    schulung von Pflegepersonal tätig sind bestätigen diesen zustand in vielen häusern.

    so banal es klingt – ein referent sagte dazu – wir müssen so blöd manche fragen auch klingen mögen immer wieder diese grundlagen vermitteln. und die grundlagen sind heute andere als vor 20 jahren. damals war AIDS eine tödliche krankheit – heute ist AIDS dank der haart eine chronisch behandelbare krankheit geworden mit der man alt werden kann. dies zeigt die zunahme und somit der vorhandene bedarf an pflegeeinrichtung für alte hiv positve menschen.

    dass es allen die HIV + sind AIDS haben bzw Medis nehmen gut geht, dieses bild ist z.b. das bild das die pharmaindustrie heute immer noch propagiert propagiert. knackige braungebrannte six-pack-gestählte körper der den medis von XYZ. auch das ist falsch. dieses bild wurde z.b. schon mitte der 90er jahre in div gay-journalen & -magazinen von der pharmaindustrie geschaltet.

    das wäre ein bild das es zu stürzen gilt: MIT AIDS ALT WERDEN . . das ist das neue Bild zum Alten Bild “Aids ist eine tödliche krankheit” das immer noch in den Köpfen präsent ist. Siehe die jüngste kampagne der michael stich stiftung

    ja das bild ist facettenreich, differenzierter geworden – und die facetten, diese lebensnähe, gilt es herauszustellen. ist arbeit aber die menschen verstehn es wenn man sich die mühe macht.

    wie s jetzt läuft sagen viele. das ist viel zu differenziert – das versteht eh keiner. damit unterstellt man das der mensch per se nicht fähig ist zusammenhänge zu verstehen, n depp ist. ;)

    vorschlag für die pobe 2010

    runder tisch – dialog mit den medien – einfluß der medien, bzw welches bild von hiv bzw hiv positven die medien in die gesellschaft transportieren am beispiel nadja benaissa und auch der anschlag auf eine einrichtung der ah bielefeld – da ist nämlich schweigen im medienwald. keiner da der schreibt das man menschenleben in kauf genommen hat . . . . wer schweigt stimmt zu

    runder tisch – dialog mit richtern, staatsanwälten, juristen, medizinern, hirschel aus der schweiz bzgl der neuen situation – infektiosität unter den bedingungen “hiv und das ekaf statement”

alivenkickn schreibt:
14. Juli 2009 um 14:11

und zum letzten

runder tisch – Dialog mit Vertretern aller Gremien der Deutschen Aids Stiftung. Die Einbeziehung von Betroffene wird nicht möglich sein. Dennoch ist/wäre ein Dialog in beiderseitigem Interesse könnte dies doch zu mehr Transparenz bzgl der Ziele bzw. zukünftiger Aufgaben und somit beiderseitigem Interesse dienen.

Angel-the-Love schreibt:
14. Juli 2009 um 19:47

Hallo! Man kann auch Medizinschen Stand machen. Wie zum Beispiel:

Was macht HIV mit Zahnfleisch?

Und andere Medizinsche Fragen!

karoshi schreibt:
15. Juli 2009 um 12:53

Ich fände ja einen Austausch, zwischen jüngeren Positiven bzw. Menschen die ihr Testergebnis noch nicht so lange haben und Menschen die schon längere Zeit mit dem Virus leben, sehr spannend.

Oder ein Thema, was sind die Bedürfnisse von jungen Positiven im Jahre 2010 und die Frage, was sich in den letzten 25 Jahren geändert hat.

    Ulli schreibt:
    15. Juli 2009 um 13:00

    @ all:
    danke für eure vorschläge – weiter so! :-)
    die vorbereitungsgruppe freut sich!

    @ karoshi:
    - denkst du bei dem vorschlag erfahrungsaustausch eher an exemplarische beispiele, zb einige positive verschiedener generationen in einer moderierten podiumsdiskussion, oder an einen workshop, an dem sich möglichst viele beteiligen?
    - in sachen bedürfnisse junge positive: spannende anregung, gut für debatten – vielleicht mögen junge positive dazu (zb auf den JuPo-treffen) ja was vorbereiten und einbringen?

      karoshi schreibt:
      15. Juli 2009 um 13:18

      Beim Thema Erfahrungsaustausch, fände ich ein moderiertes Gespräch schon sehr spannend. Es ist eben so, dass junge Positive andere Erfahrungen gemacht haben und heute auch noch machen. Ein positives Testergebnis bedeutet heute nicht mehr das selbe wie 1990. Das bedeutet natürlich auch einen ganz neuen Aufgabenbereich für die lokalen Aidshilfen. Die Diskriminierungen sind aber nicht weniger geworden, auch wenn wir heute ein neues Bild vermitteln wollen.

      Ich fände es sehr aufregend, wenn wir beim Jungpositiventreffen etwas inhaltliches erarbeiten und uns auch in die Debatte einbringen. Ich werde das den Menschen, zu denen ich Kontakt habe, vorschlagen.

alivenkickn schreibt:
16. Juli 2009 um 08:18

paradigmenwechsel im denken und handeln – ein topic . . . möglicherweise

themen – situationen die uns betreffen.

z.b. das wir keine versicherungen abschließen können bzw wenn dann nur zu exorbitanten conditionen – ich denke mal hier ist es an der zeit den direkten dialog mit den versicherungen zu suchen. runder tisch – um auf diesen begriff zurückzugreifen. versicherungen einladen, hirschel als ekaf´ler einladen, schwer – fach punktärzte wie knechtel, aids stiftung, dah und betroffenen.mit all denen müssen wir uns an einen tisch setzen, all die müssen an einen tisch kommen. dazu muß man in die offensive gehen. diejenigen direkt ansprechen – einladen

wir haben eine starke lobby wie z.b. ärzte, dah, deutsche aids stiftung, journalisten z.b. von der taz – diese kanäle müssen wir nur nutzen. hier muss umgedacht werden wenn sich etwas ändern soll.

also nicht nur unter uns feststellen was uns fehlt, was wir wollen, das wir immer noch stigma und diskriminierung ausgeliefert sind und wie sich das im alltag auswirkt. wir müssen an den/die urheber, verursacher gehen die dazu beitragen das unsere situation in vielen bereichen so unbefriedigend für uns ist wie sie ist.

wir müssen “weg vom über uns reden – hin zum mit uns reden”.

* * * * *

Nur wer sich nicht versteckt wird sichtbar und wahrgenommen. Nur der wird gehört werden der sichtbar ist und der seine Bedürfnisse artikuliert.

Angel-the-Love schreibt:
16. Juli 2009 um 14:45

Ein Vorschlag noch von mir:

ARBEITSRECHT: Was kann man tun, wenn z.B. der Arbeitgeber raus bekommt, dass man HIV + ist. Und der Arbeitgeber Kündigt dann das Arbeitsverhältnis!

Gruss, Andreas aus Berlin

alivenkickn schreibt:
16. Juli 2009 um 15:28

Wenn ein Arbeitgeber so äh unwissend sein sollte und HIV als Kündigungsgrund schriftlich aussprechen würde . . . dann hat er arbeistrechtlich ganz schlechte karten.

wenn du zeugen hast die bestätgigen können das ein arbeitgeber dies gesagt hat und die kündigung die folge davon war . . dann hat er auch schlechte karten.

ansonsten hiv + ist KEIN kündigungsgrund . . . . .

http://www.hiv-med-info.de/ausgaben/jurinfo02.html

mike schreibt:
19. Juli 2009 um 15:07

Den runden Tisch finde ich gut:
Der Austausch mit Medienvertretern etc. über ein realistisches, aktuelles Bild wäre gut. Idealerweise könnten Personen mit HIV, welche im Leben stehen als Beispiel dienen und portraitiert werden, wie kürzlich im TV mit der Sängerin bei Jauch. Dazu müssten die sich aber outen, und das macht verständlicherweise kaum einer. Solange dass nicht aber passiert, haben alle noch die Bilder von Lady Diana mit den AIDS-Kranken im Kopf (wie ich bis vor Kurzem). Da beisst sich die Katze in den Schwanz.

Bzgl: Kündigung/HIV: Seit Therapie habe ich einen Krankenstand von ca. 2 Tagen/Jahr. Das ist vermutlich weniger als die Normalbevölkerung. Sowas sollten man den Firmen/Personalchefs ins Hirn prügeln.

Ich verstehe gar nicht, wieso alle so auf die HIV-Medikamenten-Werbung rumhauen. Mit Medis sieht man nun mal besser aus, als ohne. Und der Six-Pack-Body entspricht nun mal dem Geschmack der Haupzielgruppe. Sollen doch alle froh sein, das das Zeugs entwickelt worden ist. Immerhin wird so dem oben genannten alte AIDS-Bild entgegengewirkt, das wollen wir doch, oder?

alivenkickn schreibt:
23. Juli 2009 um 11:55

@mike

das bild das die werbung der pharamindustrie mit dem braungebrannten six pack gestählten körper in die köpfe der gesellschaft transportiert ist “Hiv is doch gar nicht so schlimm, gugg wir ham da was. da siehste aus und biste fit wie n turnschuh, so als wär nix gewesen”.

bzgl des runden tisch mit medienvertreter – es geht nicht darum das sich ein paat vorzeige positive zur verfügung stellen, sondern um den tenor den die medien über hiv positive – über hiv verbreiten. und der ist schlicht und einfach falsch weil er stigma und diskriminierung fördert statt abbaut. würde den medien daran gelegen sein zum abbau von stigma und dieskriminierung in der gesellschaft beizutragen, dann würden sie zum einem sachlich berichten und zum anderen den gegenwärtigen med wissenstand transportieren. und genau das tut der größte teil der medien nicht. für sie sind wir immer noch osnter, eine gefahr für die gesellschaft. gerade das kam im interview (nicht bei der sängerin sondern in einer früheren sendung vom april) bei jauch rüber. DAS ist die realität.

RalphEhrlich schreibt:
27. Juli 2009 um 10:23

Also ich hätte da auch noch ein Themenvorschlag für POBE 2010 :

HIV und Religion
Die Auseinandersetzung in den Religionsgemeinschaften mit dem Thema und Umgang mit Menschen mit HIV/AIDS ist ja dürftig bzw. größtenteils mit negeativen Äußerungen vom Papst besetzt.
In meinem Leben spielt die Kirche eine untergeordnete Rolle, für viele , gerade Migranten, aber ist sie eine wichtige Institution bei Fragen des täglichen Lebens.
Eine erste Bestandsaufnahme auf der POBE 2010 würde ich sehr begrüßen.

mike schreibt:
27. Juli 2009 um 19:54

Das habe ich mal in einem HIV-Forum geäussert (Anlass war derzeit meine Wut über die Äusserung von Sigmund Ehrmann, der mit dem Biowaffen-Vergleich):

“Nun habe ich mal in der Bibel geblättert und meiner Ansicht nach rausgefunden, das sich der Biowaffen/Mensch-Vergleicher (Siegmund Ehrmann) mit offenbar christlichem Anspruch gar nicht bibelkonform verhält (was wohl eh’ schon klar war).

In Markus 1, 40-42 z.B. nimmt sich Jesus einem Aussätzigen an, redet mit ihm, berührt (!) und heilt ihn. Von Diskriminierung kann hier keine Rede sein, eher von Vorbild.
Das es sich beim Aussatz in der Tat um (vermutlich ansteckende) Krankheit handelt wird im alten Testament beschrieben unter Levitikus, 13-14.

Ferner lautet das 8. Gebot in Exodus 20, 16 “Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen”. Falsche Vergleiche sind das m.A. mach auch.”

Laut Theorie sollte also Nächstenliebe und auf keinen Fall Diskriminierung bei HIV+ angebracht sein.

mike schreibt:
30. August 2009 um 19:07

Hat niemand Ideen mehr? Zwei Punkte fallen mir noch ein:

Was ist denn mit dieser schweizer Studie? Kein Normalbürger hat doch eine Ahnung, das Infektiösität durch Therapie übehaupt reduziert wird, sei es nun 1:1000 oder sonst was.
Hat ein Normalo einen blassen Schimmer, das viral Load überhaupt unter die Nachweisgrenze gebracht werden kann??? Wohl kaum.
=> Alles als Hilftsmittel zur Entstigmatisierung /Normalisierung

Dann ein eindeutiges Statement/Forderung, dass KEINE, KEINE, KEINE Schockkampagnen mit HIV/AIDS NIE, NIE, NIE mehr gemacht werden (Zumindest in D). Das ist ja wie Hölzer zwischen die Beine werfen…
Überhaupt sollten man eher von HIV reden und nicht von AIDS. “…AIDS…weitgehend vermeidbare Komplikation einer HIV-Infektion…”

    termabox schreibt:
    24. September 2009 um 11:01

    Ich kann Mike nur zustimmen. Gestern machte ich eine Fortbildungsveranstaltung mit den Mitarbeitern einer städtischen Einrichtung und stellte vor, was sich alles verändert hat durch die Therapiefortschritte ( insbes. Lebenserwartung, Infektiosität, leistungsfähig bleiben). Darauf sagte eine Teilnehmerin: “Das hab ich alles nicht gewusst, das liest und hört man so ja gar nicht. Aber wenn man das weiss, dann geht man doch ganz anders mit den Betroffenen um!”

Stuttgarter schreibt:
31. August 2009 um 09:52

Beim ÖPNV-Ticket *bitte* nicht wieder HIV/AIDS draufschreiben und verlangen, daß man zusätzlich dazu noch seinen Namen hinschreibt – danke.

andreas schreibt:
31. August 2009 um 11:23

hallo zusammen,

ich wollt mich mal vorstellen, vielleicht kennen mich einige schon von iwwit der kampagne der deutschen aidshilfe, bin seit 95 positiv, seit 2000 unter der nachweisgrenze, wir waren auf vielen csd`s in deutschland unterwegs und auch auf zwei podiumdisskussionen wo ich und mein mann rede und antwort gegeben haben über unsere beziehung, er ist negativ und ich bin positiv, ich erzählte das ich mit dem hiv-virus lebe und nicht dafür, die erkrankung für mich heute wie ne zuckerkrankheit ist, worauf eine hauptamtlerin der aidshilfe meinte, ich würde das alles verhamlosen, aus meiner sicht ist immer noch in vielen köpfen der hauptamtler das alte aids in den köpfen, hab mich vor kurzen komplett outen müssen auf meiner arbeit, weil mich ne ehemalige kollegin bei den anderen schlecht gemacht hat, man hat mir sogar erzählt, sie hätte die kasse desinfiziert, nachdem sie nach mir an der kasse war, also habe ich mich mit meinen kollegen unterhalten, kam nur positiv rüber von ihnen, hatte keiner probleme, also wichtig miteinander reden, und Schwerbehindertenausweis hab ich schon länger beantragt, meine firma wußte es schon länger und hat keine probleme damit

    termabox schreibt:
    24. September 2009 um 12:16

    dieses Erlebnis von Dir, Andreas, dass Hauptamtler einer AH dir/uns vorwerfen, man würde verharmlosen, wenn man das normale Leben mit HIV präsentiert, ist kein Einzelfall. Denn warum gehen viele AIDS-Hilfen nicht offensiv mit dem Verbandspapier “HIV-Therapie und Prävention” um?

    Wer hat hier Angst vor der Entängstigung??

    Und wer ist echter Bündnispartner für Entstigmatisierung?? Viele AIDS-Hilfen offenbar nicht!! (Einige schon)

    Ich finde es beschämend, dass wir uns unseren eigenen Organisationen noch Überzeugungsarbeit leisten müssen, als ob wir mit den Widerständen und Verhaftet sein in Steinzeit-Bildern von HIV in weiten Teilen der Gesellschaft nicht schon genug zu tun haben!

    Also das ist schon ein echtes Thema, das auf die PoBe gehört!!

Mathias schreibt:
1. September 2009 um 09:54

– zum Thema Religion (christlich):
Wir bereiten einen Gottesdienst zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag vor, dem wir das Bibelwort aus Johannes 13, V. 35 voranstellen wollen: ‘Daran wird jedermann Euch erkennen, dass ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt!’

Wir werden uns wieder einmal, weil nötig, mit Diskriminierung und Stigmatisierung, beschäftigen!

– zum Stichwort Lobby: Ist Euch schon mal aufgefallen, dass durchaus eine nicht kleine Gruppe gibt, DIE DAS SCHRECKENSBILD VON HIV/AIDS IN DEN KÖPFEN DER BÜRGER GAR NICHT VERÄNDERN WOLLEN!!!??? —
Die zun uns damit keinen Gefallen!

mike schreibt:
3. September 2009 um 20:00

Lobby: Ja, das ist mir aufgefallen und das finde ich zum Kotzen. Somit bleibt eine der Sigmatisierungsquellen erhalten: SIECHTUM/INFEKTIONSGEFAHR/TOD neben Schwul, Sex, Drogen etc.

Ulli schreibt:
6. September 2009 um 15:05

die Vorbereitungsgruppe hat sich über die zahlreichen spannnenden Themen-Vorschläge gefreut – vielen Dank!
Wir haben die bisherigen Vorschläge bereits auf unserem zweiten Treffen in die Diskussionen mit einbeziehen können :-)

bis zum dritten Treffen der Vorbereitungsgruppe (das am 18.11.2009 beginnt) können weiter Vorschläge gemacht werden – wir freuen uns auf spannende Ideen!

Mathias schreibt:
7. September 2009 um 09:41

Themenvorschlag:

Nach fast 30 Jahren: Die alltägliche Stigmatisierung!
Haben wir uns daran gewöhnt?
Sind wir es müde uns zu wehren?

Warum ist es nach wie vor wichtig sich zu wehren?
Sich wehren schafft Öffentlichkeit! -
Öffentlichkeit ist Prävention!

Der Schlüssel ist Wissen!
Unwissende können nur tolerieren!
Solidarität und Integration braucht Wissen!
Information schafft Wissen!

Fazit = Die Community muss aktuell Informieren!

    Michele schreibt:
    7. September 2009 um 10:20

    hallo mathias

    dein kommentar ist so kurz wie prägnant. du wirfst wichtige fragen auf.

    ich würde gerne ergänzen: die community nmuss aktuell informieren und das heisst: sichtbar und hörbar sein!
    und genau dies, wird ein wichtiger und zentraler teil der gemeinsamen arbeit an der pobe sein. zum beispiel: wenn wir die bilder ( in der öffentlichkeit) verändern wollen, müssen wir selbst welche schaffen und nach aussen tragen

    liebe grüsse
    michèle

Mathias schreibt:
7. September 2009 um 12:08

Hallo Michèle,

danke, dass Du mir zustimmst und genauso ergänzt wie ich es meine!!!

Genau daran arbeite ich auch hier in unserem ‘kleinen (grins)’ Wuppertal.
Ich bin dabei hier Überzeugungsarbeit zu leisten, damit wir genau das zum städtischen Themenschwerpunkt zum diesjährigen WAT machen.

Wenn wir das hier richtig machen geben wir gute Impulse und Signale weit über die Stadt und Landesgrenzen hinaus.

Die PoBe 2010 kann damit ‘historische Zeichen’ setzen und das wird sie auch, wenn ich mir die bisher eingegangenen Vorschläge und Ideen ansehe!

Mit Spannung erwarte ich die Berichte aus Eurer Vorbereitungsgruppe und sende bis dahin die besten Grüße

Mathias

Corinna schreibt:
7. September 2009 um 13:40

Ich schlage einen Workshop zu folgendem Thema vor:

Abgeschobene Verantwortung

„Mehr Verantwortung für Positive“ (im Infektionsgeschehen) bedeutet, dass Negative (und Ungetestete) zumindest Teile ihrer Verantwortung abschieben, übertragen oder sich abnehmen lassen.

Warum hört man so wenig von Negativen (und Ungetesteten) darüber, was sie davon halten, ob sie das wünschenswert finden?

Positive lehnen (hoffentlich immer mehr) die einseitige Verantwortung ab. Begrüßen Negative dies, weil sie sich und ihre Verantwortung endlich wieder für ´voll´ nehmen können?

Egal ob man es gemeinsame, geteilte oder die gleiche Verantwortung nennt – an der Ausgestaltung kommt keiner vorbei. Und das können nur alle Beteiligten zusammen. Zum Beispiel auf der PoBe.

mike schreibt:
7. September 2009 um 19:35

Nun Vergleich von HIV-Infizierten mit Hitler? Dem Regenbogen eV sollte man die Abbildung der AIDS-Schleife auf deren Homepage verbieten!

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,647393,00.html

Das torpediert doch WIEDER dem Kampf gegen die Stigmatisierung. Warum protestiert keiner? Ich könnte WIEDER platzen!

    Ulli schreibt:
    7. September 2009 um 19:42

    @ Mike:
    du hast recht – das stigmatisiert wieder.
    und – vielleicht sollten wir unseren protest gegen diese andauernden stigmatisierungen (auch durch selbst ernannte präventions-’experten’) laut und deutlich hörbar machen …
    zum spot versuch ich hier aktuell zu informieren:
    http://www.ondamaris.de/?p=12421
    lg ulli

    Patty schreibt:
    12. November 2009 um 19:01

    @Mike:

    Das Netzwerk Frauen und Aids hat protestiert!!!

    Leider ist auf der Webseite von Regenbogen e.V. als Kontaktadresse nur noch die Adresse der Werbefirma zu finden!

Themen-Vorschläge: 132. Bundesweites Positiventreffen | PoBe2010 schreibt:
10. September 2009 um 22:48

[...] Vorschläge Inhalte [...]

Stephan schreibt:
15. September 2009 um 21:14

Hallo,
ich würde gerne das Thema Hepatitis C – Koinfektion bzw. deren sexuelle (oder vielleicht besser im sexuellen Setting stattfindende) Übertragung bei HIV-positiven schwulen Männern diskutieren. Axel Schmidt aus Berlin hat dazu eine spannende vergleichende Studie gemacht, die auf HIV im Dialog vorgestellt wurde und sehr spannende Diskussionen ermöglicht. Die Studie geht von 1300 – 2500 schwulen HIV-positiven Männern in Deutschland aus, die seit dem Jahr 2000 (als die HCV-Koinfektionszahlen bei schwulen HIV-positiven Männern) bis letztes Jahr HCV-Antikörper entwickelt haben. Und auch hier zeigt sich, dass einfache Präventionsbotschaften der Sache nicht gerecht werden.
lg Stephan

termabox schreibt:
3. Oktober 2009 um 08:42

Zum Thema Entstigmatiserung interessiert mich, welches erfolgreiche Strategien für einen Imagewechsel sind. Was kann man von anderen Fällen lernen? Auch, um als HIV+ realistisch zu bleiben. Solange keine Heilung von HIV da ist, bleibt Entstigmatisierung ein Ziel, für das man einen langen Atem braucht.
Beispiel: dem Ruhrgebiet haftet immer noch das Image des dreckigen grauen “Kohlenpotts” an, obwohl seit 30 – 40 Jahren der Strukturwandel gravierende sichtbare und spürbare Veränderungen bewirkt hat. Wer nicht selber dort war und eigene Eindrücke gesammelt hat, bedient sich reflexartig der gesellschaftlich etablierten alten Bilder…

    Michele schreibt:
    6. Oktober 2009 um 16:19

    @ termabox : in der tat. das wäre ein möglicher workshop ganz nah am geschehen und nicht nur einfach zum disutieren gedacht, sondern um eine stratege zu entwickeln und massnahmen dann auch umzusetzen…ideen gären ja schon länger.

Positiv begegnen « Steven Milverton schreibt:
26. Oktober 2009 um 08:05

[...] kurz, wie ich überhaupt darauf gekommen bin: Auf dem Blog PoBe 2010 wird auch nach Themenvorschlägen gefragt. Stigma, Stigmatisierung und Entstigmatisierung werden dort als Diskussiongegenstände [...]

Uli schreibt:
29. Oktober 2009 um 13:10

Mein Themenvorschlag: Mit Hiv und HAART munter bis zur Rente !?

Patty schreibt:
12. November 2009 um 18:23

Hier sind schon viele Themen vorgeschlagen worden, die ich sehr interessant finde.

Ein Thema das für mich sehr wichtig ist, ist das Thema “outing”. Nicht nur der Fall Nadja B., der sehr Medienwirksam breit getreten wurde, sondern auch das “geoutet” werden im privaten Umfeld.
Die Fragen: Wie gehe ich damit um? Was kann ich dagegen tun? Welche Rechte habe ich, wenn mich jemand outet? Bieten bestimmt eine breite Diskussionsbasis.

Auch ein großes Thema sind “Aufklärungskampagnen”.
Wie kann es sein, das Medienwirksame Hetzkampagnen mit Medienpreisen hoch ausgezeichnet werden, jedoch in höchstem Maße Menschenverachtend sind?
Wo bleibt bei diesen Kampagnen die Aufklärung??
Und warum sind verantwortliche Initiatoren solcher Kampagnen nicht einmal mehr über ihre Webseiten erreichbar?

LG
Eure Patty

matthias schreibt:
13. November 2009 um 22:03

Workshop-Vorschlag:

“Abschied von AIDS”
Das Furcht und Mitleid erregende Bild vom “Alten AIDS” ist passé. Lebenserwartung und Lebensqualität werden heute durch ein positives Testergebnis i.d.R. nicht stärker (eher weniger)eingeschränkt, als bei anderen chronisch Kranken.
Doch der Wechsel zum “Neuen Aids” ist eine Medaille mit zwei Seiten.
Einerseits Hoffnungen:
- auf ein “normales” Leben (was auch immer das ist)
- auf Abbau von Ausgrenzung, Behinderung, Stigmatisierung, Kriminalisierung
- auf eine Sexualität ohne Angst
- nicht noch mehr Freunde beerdigen zu müssen, u.a.
Andererseits Befürchtungen:
- wird die Gesellschaft die nötigen Nachteilsausgleiche (Rente, Mehrbedarfe, etc.) beibehalten oder wieder einkassieren?
- kann das bürgerschaftliche Engagement (z.B. Ehrenamt, Spenden) aufrecht erhalten werden?
- verlieren wir nicht auch ein wichtiges Instrument zur Erreichung politischer Ziele, deren Berechtigung der Mehrheitsgesellschaft ohne “AIDS” nur schwer zu vermitteln sind (z.B. im Drogenbereich)?
- und natürlich: verliert die Primär-Prävention ihr wichtigstes inoffizielles Motivationsmittel?

Wie können wir die positiven Folgen der Veränderung mit Leben füllen, ohne gleichzeitig einen zu hohen Preis dafür zu zahlen?
Wie gestalten wir diesen “Abschied von AIDS”?

matthias schreibt:
13. November 2009 um 22:23

Workshop-Vorschlag

“Und was wird jetzt aus mir?!?”
Darf man als Positiver heute noch krank sein – oder gar an Aids sterben?

Die Aufmerksamkeit von Aids- und Selbsthilfe (und auch der Öffentlichkeit) hat sich in den letzten Jahren zu recht besonders auf die “Neuen Positiven” gerichtet: gesund, berufstätig, jung. Aids gilt heute als “weitgehend vermeidbare Komplikation der HIV-Infektion”.
Was aber ist mit den “Alten Positiven”? Mit denen, die “trotzdem” krank sind? Denen man die Infektion und die Therapiefolgen eben doch ansieht? Die nicht mehr arbeiten können? Was ist mit denen, die zwar durch die Therapie halbwegs wieder hergestellt, aber nach über 20 Jahren Aids ausgebrannt sind? Was ist mit denen, die HIV-bedingt psychiatrische Krankheiten durchmachen? Und schließlich: was ist mit denen, die auch 2010 noch an Aids sterben werden?
Dumm gelaufen? Pech gehabt? Selber schuld?
Wie gestalten wir das neue Bild von Aids so, daß auch diese Lebenswirklichkeit von Menschen mit HIV/Aids darin Platz hat?
Und reicht es uns wirklich, diese Positiven einfach nur den Aidshilfen zur Betreuung zuzuschieben?
Welche – auch politischen – Interessen müssen hier weiterhin vertreten werden?

matthias schreibt:
13. November 2009 um 23:43

Workshop-Vorschlag

“Befleckte Empfängnis”

Jugendliche und junge Erwachsene die mit einer HIV-Infektion geboren wurden sind eine kleine aber wachsende Gruppe von Positiven, die in der Aids-Selbsthilfe in Deutschland (anders als in der Schweiz) bisher kaum auftauchen.
Sind die Gräben zwischen den Lebenswelten der verschiedenen Positiven einfach zu groß?
Gibt es – auf beiden Seiten – Berührungsängste oder Vorbehalte? Welche?
Spielt hierbei das Thema “unschuldiges Opfer” versus “selber schuld!” eine Rolle?
Was verbindet, was unterscheidet uns tatsächlich?
Ist es gewollt und möglich, zusammenzukommen, uns kennenzulernen und zusammenzuarbeiten?

(P.S.: Der Titel ist natürlich ein schlechter Scherz.)

matthias schreibt:
14. November 2009 um 00:16

Workshop-Vorschlag

“Unsere Motive und Ziele:
was treibt uns an – und was wollen wir eigentlich?”

Auf den ersten Blick scheint es so, als ob alle in Aids-Hilfe und -Selbsthilfe das gleiche wollen. Aber so verschieden wir sind, so unterschiedlich sind auch unsere Beweggründe, uns zu engagieren – und ebenso unsere Ziele.
Welches Ziel wir als Einzelne in der Aids-Bewegung anstreben hängt oft damit zusammen, wie wir unsere erste Konfrontation mit Aids erlebt haben.
Manche sehen in Aids hauptsächlich die Krankheit, die einzelnen Menschen starkes Leid bringt – das bewegt dazu, sich z.B. für Betreuung und auch Sterbebegleitung zu engagieren, oder auch für verbesserte Medikamenten-Forschung. Oder man empfindet die eigene Infektion als etwas, was einem von einem anderen Menschen zugefügt wurde; das kann dann zu einem vehementen, moralisierenden Präventions-Engagement führen.
Andere erleben die Infektion nicht als etwas, was ihnen angetan wurde oder als Desaster, sondern als Herausforderung, und haben daher vielleicht das Ziel, auch und gerade unter erschwerten Bedingungen ein gelingendes und sinnhaftes Leben zu ermöglichen. Für manche knüpft ihr Aids-Engagement an ohnehin bestehendes politisches Arbeiten an, wieder andere verkoppeln ihr Berufsleben damit.
Oft vermengen sich die Beweggründe miteinander.
Aber selten haben wir wirklich Klarheit darüber, was uns und unsere “Mitstreiter” letztlich antreibt.
Sich der eigenen “Geschichten mit Aids” zu vergewissern, kann nicht nur manchen Konflikt verstehen helfen, sondern vor allem beitragen, die gemeinsamen Ziele, ihre Wertigkeit und die Wege zu ihrer Verwirklichung klarer zu definieren.
So könnte Geschichten-erzählen als klärendes Instrument (auch) für die Debatten um Programatik und Leitbild der Aids-(Selbst-)Hilfe genutzt werden.

(Als Referenten für so einen Workshop kann ich mir eigentlich nur Stephan Nagel/Dresden vorstellen)

Ulli schreibt:
21. November 2009 um 23:29

die vorbereitungsgruppe dankt allen kommentatorinnen und kommentatoren für die zahlreichen und spannenden vorschläge!
wir haben die ideen auf unserem vierten treffen, das heute zuende ging, diskutiert und in die themenplanung einbezogen. derzeit arbeiten wir daran, themenfelder und workshops zu erarbeiten – auch unter einbeziehung von vorschlägen aus diesen kommentaren!

etwaige jetzt (nach abschluss der themen-sammlung) hier noch eingehende themenvorschläge werden wir soweit noch möglich (workshops, referenten etc müssen absehbar gebucht, das programmheft erstellt werden …) weiterhin erwägen und ggf. einbeziehen …

Mihajlo schreibt:
23. Dezember 2009 um 20:55

Präsentation der Netzwerke und Gruppen bei der PoBe

Hallo Zusammen,

ich finde es sollte wieder Raum geschaffen werden für die Präsentation der einzelnen Netzwerke und Gruppen die bei der PoBe Teilnehmen wollen! So wie in Stuttgart vielleicht,…das sich die einzelnen “Gruppen” für eine dauer von 1 Stunde Vorstellen können, bzw. einen Raum dafür bekommen Besuch zu empfangen und Fragen über die Gruppe bzw. Netzwerk zu beantworten für Interessierte.
Das gibt den Teilnehmern die Möglichkeit problemlos sich über das Angebot persönlich bei den Entsprechenden Ansprechpartnern der Gruppen und Netzwerke zu Informieren.

In Stuttgart hat das wunderbar funktioniert, und bei PositHiv & Hetero und Netzwerk plus e.V. die sich einen Raum geteilt haben für die Zeit der Info, war der Besucherandrang so Groß das keine Stühle mehr zur Verfügung standen, und die Menschen stehend sich Informierten. Insgesamt waren über 50 Besucher gezählt worden, was auf ein Großes Interesse dieser Art von Infoveranstaltung hinwies.

Was ich auch Gut fand in Stuttgart, war der Empfangsraum mit der Anmeldung und den Zahlreichen Informationen, Installationen, Positiven Bildern und Briefen, Video, Beichtstuhl, usw.!

Haben uns als PositHiv & Hetero Vertreter vorgestellt eine Info-Wand zu PositHiv & Hetero zu errichten mit ca. 10 Darstellungen von P & H Menschen die ihre Geschichten zu HIV und AIDS präsentieren können, damit man ein wenig Einblick darüber bekommt was da so vorgeht und welche Probleme auftreten können.
Zusätzlich würden wir noch an 2 Tagen für 30 Minuten in den Pausen, eine Person zu diesen Stellwänden aus unseren Reihen hinzufügen, welche noch mal als persönliche Ansprechpartner dienen können für Infos über PositHiv & Hetero.

Außendarstellung von PositHiv & Hetero Welten den anderen zeigen was in einem so vorgeht, und was man machen kann das es besser wird. Selbsthilfe vorleben und zeigen was sich daraus entwickeln kann mit Hilfe der DAH e.V. zu einem besseren Morgen.

Würde mich freuen wenn das auch Anregung für die anderen Netzwerke und Gruppen gibt sich meinem Vorschlag anzuschließen und dieser Idee Raum zu geben in Bielefeld.

Wünsche euch Frohe und besinnliche Weihnachten und ein Gutes und Gesundes Neues Jahr 2010!

Viele liebe Grüße

Mihajlo

Christian schreibt:
10. Januar 2010 um 12:05

Hallo Vorbereitungsteam,

Ihr habt wieder ein große Aufgabe vor Euch und wie bei den vergangenen PoBe werdet Ihr es auch dieses mal wieder schaffen, dass alles klappt.

Mein Themenvorschlag für die PoBe 2010 mit der Hoffnung nicht zu spät zu sein ist:

Gefälschte HIV-Medikamente
- Status Quo (z.B. auch GB, etc.)
- Erkennen von gefälschten Medikamenten
- Was tun wenn ich welche erhalten habe
- Aktionen für eine verbesserte Medikamentensicherheit
- Austausch und Erfahrung mit anderen Chronikergruppen, die Medikamnete dauerhaft zu sich nehmen

Würde mich freuen wenn man das Thema, das erst durch den Beitrag von MONITOR diese Woche aufgetaucht ist integrieren könnte.

Besten Dank und Viel Erfolg

Roland schreibt:
6. Juli 2010 um 14:11

Hallo Vorbereitungsteam,

hoffentlich ist es noch nicht zu spät für meinen Themenvorschlag:

Cannabis als Medizin

Würde mich freuen, wenn ihr das Thema behandelt, denn hier in Deutschland wird dieses Thema noch sehr stark stigmatisiert und die Aidskranken Patienten noch kriminalisiert!

Würde mich freuen wenn ihr das mit rein bringt, ich werde dann unabhängig davon für Positiv&Hetero meinen eigenen Bericht dazu schreiben.

Ich bedanke mich schon im voraus dafür
man sieht sich auf der POBE

    Michele schreibt:
    12. Juli 2010 um 17:42

    lieber roland
    das ist nun etwas sehr spät. schade. liebe grüsse michèle

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